Der Textberg ruft

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„Sag mal, wie motivierst du dich eigentlich – so ganz alleine?“ Wirklich jeder, der weiß, dass ich im Homeoffice arbeite, stellt mir irgendwann diese Frage. Gefolgt von der Bemerkung: „Also, ich könnte das nicht. Ich würde erst mal aufräumen, zwischendurch ein paar private Mails schreiben, ein Nickerchen machen, Kuchen backen oder so.“

Tatsache ist: Motivationsprobleme waren für mich noch nie ein Thema. Tag für Tag sitzen einfach zu viele Texte im virtuellen Wartezimmer, als dass ich auch nur annähernd für Ablenkungen empfänglich wäre. Der entspannte Freiberufleralltag ist also ein Mythos, straff getaktete Arbeit, die guter Organisation bedarf, die Realität. Neun von zehn Texten müssen, wie man so schön sagt, „asap“ verschönert werden. Wenn ein Text fertig ist, heißt es: „Der nächste, bitte!“, und so geht es von morgens bis spätnachmittags. Schon Albert Camus wusste: „Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten.“

Natürlich habe ich hin und wieder auch mal eine Lücke, die ein kurzes Verschnaufen erlaubt. Dann schießt mir meistens der Gedanke „irgendwas war doch noch …“ in den Kopf. Ach, natürlich! – Die Waschmaschine hat ja schon zwei Stunden zuvor beleidigt aufgegeben, ihren eindringlichen Ich-bin-feeeeeertig-Piepton durch die Wohnung zu jagen. Also wird ruckizucki Wäsche aufgehängt, und wenn ich Glück habe, schaffe ich es auch noch, den Frühstückstisch abzudecken und die Hälfte des Geschirrspülers auszuräumen. Manchmal glaube ich ja, dass mein Rechner währenddessen selbstständig eine Rundmail an alle Kunden rausschickt mit dem Text „Frau Furthmann hat gerade nix zu tun …“, denn, schwups, reißt mich das Telefon aus den Gedanken. „Wir hätten da noch so eine klitzekleine Broschüre, die bis morgen fertig sein muss – könnten Sie vielleicht …?“ „Aber ja und gerne doch“, sage ich und denke schon wieder an Camus, der nämlich auch die weisen Worte schrieb: „Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ Genug des Philosophierens: Ich bin guten Mutes, auch die Textberge von KW 7 zu bewältigen, und wünsche Ihnen ebenfalls eine schaffenskräftige Arbeitswoche!

Zehn Jahre Lektorat

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Im vergangenen Jahr hatte ich zehnjähriges Betriebsjubiläum! Aber weil sich Lektoren bekanntlich dezent im Hintergrund halten, habe ich darum nicht viel Tamtam gemacht. Einen Wunsch allerdings habe ich mir dann doch erfüllt: eine neue Website. Nachdem viele Jahre ein guter Bekannter meine Website sozusagen ehrenamtlich gepflegt hat (DANKE, Franki!!), wollte ich es jetzt in die eigene Hand nehmen. Mit Squarespace ging das superflott und hat irrsinnig viel Spaß gemacht.